Samstag – Montag: 22 – 24. 03.2008; Great Barrier Reef

Samstag:
Um 7 Uhr heute Morgen ging’s los. Wir waren 32 Mann (nein, kein Rechtschreibfehler) – 3 Asiaten, 28 Franzosen und Ich. Mit dem Bus auf eine 8 Stunden Fahrt. Hauptsprache war somit Französisch.
Als wir endlich in unseren Backpackern angekommen waren, haben wie schnell unsere Klamotten verstaut (10 Bett Zimmer) und sind ab zum Strand. Dort haben wir Fussball und Rugby gespielt oder sind einfach nur etwas im Pazifik herum geschwommen.
Anschließend gings dann zum Abendessen in den einzigen Pub im Ort. Von dort aus sind wir dann wieder zurück in unsere Backpacker. Dort haben wir zusammen mit anderen Backpack noch ein bisschen gefeiert. Einige hams auch übertrieben, die waren dann am nächsten Tag total fertig. (Selbst schuld, es wusste jeder, dass es früh losgehen sollte und uns ne 2 Stunden Bootsfahrt bevor stand.)
Sonntag:
Wie gesagt heute morgen wurden wir früh vom Bus abgeholt und in die “Town of 1770″ gefahren. Von dort aus ging es dann weiter mit der Fähre auf eine 2 Stunden Fahrt bei starkem Seegang zu “Lady Musgrave Island”.
Höllenmaschine In der Höllenmaschine Bug Bug
Die ersten 10 Minuten durften wir Draußen auf dem Bug verbringen und die Aussicht genießen.
Nach einer ziemlich unruhigen Fahrt, die 90 % der Passagiere nicht unversehrt überstanden haben (ich gehöre zum Glück zu den 10 % denen das ganze eher Spass gemacht hat ;-) , konnten wir dann wieder die letzten 10 Minuten nach draußen auf den Bug gehen und die Insel aus der Ferne und + einige Korallenbänke von oberhalb der Wasseroberfläche genießen.
Das Reef Lady Musgrave Island 
Wir sind aber nicht ganz bis zur Insel gefahren (nicht tief genug), sondern haben an einer Plattform so ca 500 m vor der Insel fest gemacht. Da wurden dann die verschiedenen Gruppen (3 an der Zahl) den einzelnen Aktivitäten zugeordnet. Gruppe 1 ist mit nem Glas-Boden-Boot rüber zur Insel, Gruppe 2 hatte ne U-Boot fahrt gebucht und wir (Gruppe 3) sind tauchen gegangen.
Unterwasserwelt Das Paradis
Zunächst haben wir alle ne Einweisung bekommen (Erklärung des Equipment, Handzeichen, …). Anschließend haben wir vierer Gruppen gebildet und sind dann immer zu viert ins Wasser zum Tauchen. Ich musste noch etwas warten. Also hab ich mir ein Paar Flossen und ne Taucherbrille mit Schnorchel gekrallt (die stehen da frei zur Verfügung :-) und bin so lange Schnorcheln gegangen. Die Unterwasserwelt hier ist echt Atemberaubend. Da sind die Wracks vor Moreton Island von letztem Wochenende nichts gegen. Somit stieg die Vorfreude aufs Tauchen verständlicher weise ins Unermessliche.
Dann war es endlich so weit, mein ERSTER TAUCHGANG!!!
Tiefseetaucher
Nachdem wir unsere Flasche auf den Rücken geschnallt bekommen (Der das gemacht hat war auch deutsch ;-) und unsere Flossen und Brillen platziert hatten, sind wir ins Wasser gegangen. Dort haben wir dann erstmal einige Zeit an der Wasseroberfläche verbracht und das Atmen durch den Mund geübt. Frei nach dem Motto: Köpfchen in das Wasser, … als dann alle soweit waren, is der Tauchlehrer vorbei geschwommen und wir sind noch mal die Handzeichen und so grundlegende Sachen wie, wie bekomme ich Wasser aus der Brille oder was mache ich wenn mein Mundstück nicht funktioniert, oder ich es verliere, weil mir der Kiefer vor Erstaunen herunterfällt ;-)
Anschließend ging es dann auf eine Tiefe von ca. 1,5 m Dort konnten wir uns an den Druck gewöhnen und es wurden noch mal die gleichen Dinge wie zuvor geübt. nach diesem Durchgang sind wir dann weiter runter bis auf den Grund (ca. 7 – 8 m). Dort angekommen sind wir dann alle zusammen einmal um das Riff geschwommen.
Ich kann nur sagen: Wow, das ist echt phantastisch! Noch 1000 mal besser als von oben.
Nach ca 25 Minuten war der Spass dann aber leider schon wieder vorbei und wir mussten wieder auftauchen. Das mache ich aber auf jeden Fall noch mal ;-)
vielleicht mache ich sogar nen Tauchschein. Mal sehen.
Danach bin ich dann noch 2 mal um das Riff herum geschnorchelt (dabei habe ich mir zum ersten Mal seitdem ich hier bin, einen Sonnenbrand geholt – war aber nicht so schlimm ;-) . Bis wir mit unserer Insel-Tour dran waren. Also ab ins Glas-Boden-Boot und auf zur Insel.
 Inselstrand Inselwald Draufsicht
Die Insel ist, wie nicht anders zu erwarten, ein Naturschutzgebiet. Nichts desto Trotz, gibt es einen Campingplatz. Das Campen ist nicht sehr teuer, man muss sich aber alles selber mitbringen und der Transport mit der Fähre kostet ein heiden Geld. Die einzigen, die nicht für die Insel bezahlen müssen, sind die Vögel, die mit ihrer Sch*** die Vegetation auf de Insel überhaupt ermöglichen und die Schildkröten, die hier hier Eier legen. Das und noch mehr hat uns unsere Begleiterin während der Führung über die Insel erzählt. Nach der Insel-Tour ging es wieder mit dem Glas-Boden-Boot über das Kristall klare Wasser zurück zum Anleger.
Dort hatten wir noch etwas Zeit zu Schwimmen, Schnorcheln, uns in di Sonne zu legen oder etwas zu essen. (Essen stand den ganzen Tag über im Schiff für uns bereit ;-) Ich hab mich mal wieder fürs Schnorcheln entschieden ;-)  Bevor es dann wieder auf die 2 Stunden Rückfahrt ging.
Wie auch schon zuvor konnten wir die ersten 10 Minuten auf dem Bug verbringen und noch ein oder zwei letzte(s) Foto(s) vom Paradies schießen,
Ebbe Ein letzter Blick aufs Paradis Der Ozean Noch einmal Lady Musgrave
Danach mussten wir wieder rein gehen. Dieses Mal war die fahrt bedeutend ruhiger (um nicht zu sagen langweilig ;-) . Den Meisten war es aber immer noch zu unruhig. Mir nicht, also habe ich geschlafen :-p
Als ich aufgewacht bin, habe ich noch ne Karte vom Reef an der Wand entdeckt. Ich weis nicht, ob ihr es erkennen könnt, aber die südlichste Insel, das ist Lady Musgrave Island ;-)
Das Great Barrier Reef
In den letzten 10 Minuten hieß es wider nichts wie auf´en Bug! Die beiden Deutschen an Bord (Teresa und ich) waren wie auch schon 3 mal zuvor, die als erstes am Start ;-)
Deutsche unter sich Sunset
Mit diesem Foto ging die heutige Tour auch ihrem Ende zu. Für mich war´s ne super Tour. Einige von den Franzosen hatten nicht so viel Spass, die ham den ganzen Tag nur auf dem Ponton gelegen, weil sie gestern Abend zu viel getrunken hatten. Geld bezahlt, nichts gemacht, SELBER SCHULD :-)
Bevor wir dann mit dem Bus zum Abendessen gefahren sind, bekam noch jeder eine Bescheinigung für den 1. Tauchgang.
Abendessen gab´s wieder im Pub. Dort sind wir noch etwas länger geblieben und haben gefeiert. Nachdem wir wieder zurück in unseren Backpacker sind, haben wir mit den beiden Deutschen zusammen noch Formel 1 angeschaut, bis die vom Bus abgeholt wurden.
Montag:
Heute ist der letzte tag der Reise. Gegen 11 sollte es wieder zurück nach Brisbane gehen. Daher hieß es wieder früh aufstehen, um den Vormittag noch einmal voll aus zu nutzen.
Wir konnten wählen zwischen Surfen und Motorrad fahren. Ist ja wohl klar, was ich gemacht habe ;-)
Richtig Motorrad fahren.
Waren leider nur kleine Maschinen mit nur 50 ccm und ohne Schaltung. Höchstgeschwindigkeit 80 km/h.
Aber der Reihe nach:
Wir sind 11 oder 12 Mann die Motorrad fahren wollen. Alle bis auf einen haben auch nen Führerschein oder sind schon mal Motorrad gefahren.
Also Helm aufgesetzt, ne kurze Einweisung bekommen und los geht´s.
Easy Rider Herrenlos 
Im Convoy dem Verleiher hinterher. Ich hab mich immer schön hinten aufgehalten. Ich mag das nicht wenn irgendwer hinter mir rumturnt. Hab lieber alles im Blick und unter Kontrolle ;-)
Der ohne Motorradführerschein war direkt vor mir. Er war total unsicher und fing an zu straucheln. Hab daher den Abstand etwas vergrößert. als er dann auch noch mit den Füßen auf den Bodden kam uns immer mehr anfing zu wackeln, dachte ich nur: Scheiße, der macht sich gleich lang. Zum Glück hat er sich dann doch noch wieder gefangen und es ist nix passiert (die ganze Fahrt ;-)
Aufsitzen Küste mit See Der Weg ist das Ziel 
Wird sind also den ganzen morgen durch die Gegend fahren und haben ein paar mal angehalten um uns die Kangaroos an zu sehen.
Convoy
Wir raidern easy * über Berg und Tal, stoppen kann uns nur ein Begrenzungspfahl, …
Heals Angles Heals Angles
Beinhart wie ´n Rocker,
Beinhart wie ´ne Chopper,
Beinhart wie ´n Flasch´Bier,
Beinhart, ja das sind wir! 
Easy Rider II Bay of the Town of 1770
Bevor es dann wieder zurück zum Verleih ging gab´s noch ein letztes Foto auf dem heißen Ofen und von der Bucht of 1770.
*Nur Bergauf, ging das Raidern nicht so ganz easy, die Dinger hatten einfach nicht genug Power oder ich bin einfach zu schwer ;-) . Hatte jedenfalls öfter das Gefühl, dass ich jeden Moment stehen bleibe.
Hat aber trotzdem nen irren Spass gemacht :-)
Anschließend wurden wir wieder vom Bus abgeholt, haben die Surfer eingesammelt und es ging zurück nach Brisbane. War wieder eine sehr sehr lange fahrt. Hat die ganze Fahrt über geschüttet, wie aus Kübeln und wir waren alle ziemlich fertig ;-) Ham also die gesamte Fahrt Filme angeschaut oder geschlafen. Als wir gegen 20 Uhr wieder in Brisbane angekommen sind, hatte es auch aufgehört zu regnen.
Und wieder ist ein viel zu kurzes kurzes Wochenende vorbei.

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