Freitag:
Hab heute Mittag im Travel Centre den Wochenendtrip “Surfen in Spot X” gebucht. Das liegt ca. auf halber Strecke zwischen Brisbane und Sydney.
Heute Abend ging´s los um 18 Uhr 30. Leider wurde ich dieses mal nicht direkt vor der Haustür abgeholt, sondern musste um 18 Uhr 15 in der Stadt vor irgend so nem Backpacker warten. Dort angekommen, traf ich auch die Anderen. Die waren fast alle von einer anderen Sprachschule. Hauptsächlich Schweizer-Deutsche. Ein Paar Italiener und Schweiz-Italiener und 2 Saudi-Araber. Wie auch nicht anders zu erwarten, kam der Bus natürlich ne halbe Stunde zu spät
Dann hieß es mal wieder Bus fahren. Bis wir dann endlich um 3 Uhr Ortszeit (Das ist 2 Uhr in Brisbane) ankamen. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir aber noch nicht, dass die Uhren hier ne Stunde vor gehen. Also ab in die Asylanten-Container und schlafen.
Samstag:
Heute Morgen sollten wir um halb 8 geweckt werden, damit wir zeit zum Frühstücken haben und um 9 ins Wasser können. Doch das böse Erwachen kam dann halb 7 Brisbane-Zeit, als die Stuff an die Tür klopfte und uns freudestrahlend erklärte, dass wir weiter östlich sind und somit die Uhr eine Stunde vor gestellt werden muss
Ich hatte Glück, da ich mal wieder standardmäßig um 6 aufgewacht war
Fix Zähne geputzt und angezogen und ab zum Frühstück. Nach dem Frühstück waren dann alle auch etwas wacher und wir haben eine theoretische Einweisung ins Surfen (Strömungen, Riffe, usw.) bekommen. Anschließend Konnte man sich einen Neoren-Anzug anziehen (hab ich getan wegen Sonnenschutz
oder sich auch einfach nur ein Surfbord schnappen und zum Strand gehen.
Am Strand angekommen wurden wir in 2 Gruppen aufgeteilt und haben einen Halbkreis gebildet (Nase der Surfbretter zum Mittelpunkt). Dann gab es Trockenübungen.
Surfen leicht gemacht:
1.Auf den Bauch auf´s Brett legen und Rauspaddeln
2. In Richtung Beach drehen und auf ne passende Welle warten
3. Welle gesichtet: anfangen zu paddeln
4. Wenn die Welle dich trifft noch 4 starke Züge
5. Aufstehen (verschiedene Möglichkeiten), Gleichgewicht halten und “COOL” aussehen
Klingt doch eigentlich ganz einfach und an Land ist es das auch.
Aber dann ging´s ins Wasser und da sieht die Sache dann schon wieder ganz anders aus.
Drei von den fünf Punkten sind dann nämlich nicht mehr so einfach:
Die richtige Welle abzupassen erfordert viel Erfahrung und noch mehr Geduld.
Das gleiche gilt für den Zeitpunkt, in dem die Welle einen trifft. Wenn man den erwischt, ist das Aufstehen nicht das Problem.
Aber das Stehen bleiben is verdammt schwierig bei einem sich bewegenden Untergrund.
Und so sieht das dann aus wenn ein Profi wie ich am Werk ist
Dann waren die ersten 3 Stunden auch schon rum (viel zu kurz) und es gab Mittagessen. Anschließend hatten wir etwas Freizeit. Da haben wir dann Bachvolleyball gespielt, bis es endlich wieder so weit war und die nächste Surfstunde angesagt war.
Wieder Ein Bord und nen Wetsute reschnappt
und auf zum nächsten Versuch.
Bin zwar immer noch verdammt oft abgesoffen, aber ging auf jeden Fall schon besser als am Morgen
Das war`s dann auch schon wieder mit Surfen. So schnell können 3 Stunden verfliegen
jetzt standen noch 3 Tagesordnungspunkte für heute an:
- Abendessen (wir waren alle sehr hungrig) ;-)
- Ein Besuch im Surf-Museum
Da sind wir nach dem Abendessen mit dem Bus hin gefahren.
Wie man sieht, war es weniger ein Museum, als ein umgebauter Surfshop mir ner ungeordneten Sammlung von Surfbrettern und Postern. Wobei, der Besitzer, der war ein echtes Museumsstück. Ein echtes Original. Der War Surfer mit Leib und Seele und hatte Stories drauf, unglaublich!
- letzter Akt für heute: Party am Strand.
Als wir wieder zurück im Camp waren, sind wir dann alle (wir + die anderen Gruppen) zum Strand und ham ne kleine Party gemacht, mit Feuer in ner Schubkarre und Fackeln als Lichtquellen. War aber nicht so ganz spät, wir wollen Ja morgen wieder früh raus und noch mal surfen gehen, bevor wir gegen Mitttag wieder zurück fahren.
Sonntag:
Heute ist der letzte Tag in der Surfschule. Noch einmal früh aufstehen, frühstücken und ab ins Wasser.
Einige haben es gestern Abend wohl doch übertrieben, oder hatten einfach keine Lust mehr. Aber egal, ich war wieder mit am Start. Dieses mal hab ich´s mit nem etwas kleineren Brett versucht als gestern und ich muss echt sagen, es ist schwieriger. Nichts desto trotz hatte ich dann hier mit auch den Bogen raus und sah natürlich genau so professionell aus wie gestern
Das war´s dann auch leider schon wieder mit 3 Stunden Surfen. Jetzt noch eben Mittagessen, Sachen packen und trauernden Auges den Rückweg antreten.
Auf dem Weg von Spot X nach Byron Bay haben wir noch einmal kurz Stop gemacht um mit einem Speedboot übers Wasser zu Düsen. Die Möglichkeit haben aber nur einige wenige von uns wahrgenommen (darunter natürlich ich), weil es wie könnte es auch anders sein, wieder einmal extra kostete.
Während der Fahrt konnte ich natürlich keine Fotos machen
War aber in Ordnung, hätte schneller sein können und leider waren nicht viele Wellen, sodass wir nur ein paar mal so richtig schön gesprungen sind. Aber Nass waren wir am Ende trotzdem alle
Anschließend ging es dann weiter nach Byron Bay. Das ist eine kleine Surfer, Hippie und Kiffer Stadt. Hier hatten wir aber nur eine Stunde Aufenthalt. Wr meiner Meinung nach aber auch genug. Ist halt absolut Tourismus aller Ballermann. Also nix für mich.
Dann hieß es noch ein letztes mal aufsitzen und es ging zurück nach Brisbane. Hier sind wir dann spät am Abend angekommen. Ich musste noch auf die andere Seite vom Fluss und war gegen 11 wieder zu Hause.
Ein alles in allem schönes Wochenende, das mal wieder viel zu schnell vorbei war.























Und ich dachte, du wolltest für deinen Test lernen
Viel Spaß und bis die Tage!
Liebe Grüße auch von Donata und Isabel.