Wie der 1. Tag geendet ist, so fängt der 2. Tag an; im Flugzeug, 10.000 Meter über dem Boden irgendwo über Asien. Und so langsam bekomme ich ein ernsthaftes Problem: Mir gehen die guten Filme aus und schlafen will ich nicht.
Die Lösung: Vertreiben der restlichen Flugzeit mit der eingebauten Nintendo Konsole. Also habe ich in den folgenden 6 Stunden bis zur Landung Nintendo gespielt und zwar Pokemon! Weil bei Super Mario bin ich immer kaputt gegangen. Muss an der fehlenden Übung liegen, da wir sowas früher nie hatten ;-p
Nach der Landung in Singapur (7 Uhr Ortszeit) hatte ich dann 3 Stunden Zeit, die ich irgendwie rumkriegen musste. Ursprünglich hatte ich geplant, mich so lange schön in den Flughafeneigenen Pool (für Fluggäste von Singapore Airlines ist die Nutzung des Pools übrigens kostenlos) zu legen und zu relaxen. Leider lag der Pool am anderen Ende des Flughafens, sodass ich das zeitlich nicht mehr geschafft hätte. Somit musste ich mir einen neuen Plan ausdenken. Das Fitness-studio fiel leider auch flach, da es beim Pool ist. Also habe ich den Flughafen noch einmal so richtig unter die Lupe genommen und bin durch jedes der unzähligen Geschäfte geschlendert (was man nicht alles so kaufen kann, …). Aber obwohl ich noch etliche Singapur $ vom letzten Mal übrig hatte, schien mir nichts so richtig kaufenswert zu sein. Hab das Geld also lieber in der Tasche gelassen (vielleicht beim nächsten Mal;-). So ging dann auch diese Wartezeit vorbei.
Beim Einchecken hab ich dann noch ne Deutsche getroffen, die auch für ein halbes Jahr in Brisbane studiert, aber an der Griffith University. Im Flugzeug (10 Uhr Ortszeit) trennten sich unsere Wege aber dann auch schon wieder und in den folgenden 9 Stunden Flug wiederholte sich das gleiche Spiel wie auch schon auf dem Weg nach Singapur (Filme und Nintendo). Und dann: Endlich! In Brisbane angekommen (19:30 Ortszeit). Jetzt schnell ins Wohnheim und ab ins Bett.
Aber zu früh gefreut: Das Ausladen der Koffer dauerte ewig. Aber dann nach dem Zoll erblickte ich auch schon das Gelbe Schild mit der Aufschrift: Shafston. Mein Abhol-Guy wartete schon auf mich. Die Fahrt zur Uni klappte reibungslos und ehe ich mich versah, war ich auch schon auf meinem Zimmer (ohne einzuchecken) und lag in meinem Bett.
Endlich: nach mehr als 30 Stunden auf den Beinen und ohne Schlaf war ich in meinem neuen zu Hause für die nächste Zeit angekommen. Jetzt kann man sich fragen, warum ich denn während der Flüge nicht geschlafen habe (wer mich kennt, weis, dass das für mich überhaupt kein Problem gewesen wäre). Die Antwort ist simpel: Meine Taktik: Während der Reise so lange wie möglich wach zu bleiben (gerade wenn man mehrere Stopps und große Zeitsprünge hinter sich hat) und dann ganz normal Abends zur Ortszeit ins Bett zu gehen und ohne Probleme schlafen zu können. Das ist meiner Meinung nach das beste Mittel gegen den Jetlag.